Donnerstag, 13. September 2012

El Hierro Vulkan - Tiere als Frühwarnsystem ?

NEWS:

Nach einem ruhigen Tag gestern mit 7 leichten Erdstößen erfolgte heute Morgen erstmals wieder ein Beben mit mehr als ML2,0. Um 3.05 Uhr ein Erdstoß von ML2,2 in 11 km Tiefe (IGN Grafiken). Die Stärke liegt immer noch im für Menschen nicht oder kaum spürbaren Bereich. Das Tiefenzentrum hat sich nicht groß verändert. Die meisten Beben entstehen immer noch in 10 km Tiefe. Heute bringen wir es bereits auf 7 Erdstöße.

Die Lage ist konstant und erstreckt sich vom westlichen Golfo-Küstenbereich über Sabinosa zum Tanganasoga. Aber auch an der äußersten Westspitze gab es ein Beben in 18 km Tiefe.
Früher als es noch keine Seismografen und Messgerät gab hat der Mensch seine Tiere beobachtet und von deren Verhalten Rückschlüsse auf ein bevorstehendes Erdbeben abgeleitet. Seismografen zeichnen nur Momentaufnahmen auf und lassen höchstens von erfassten Mikrobeben Aussagen auf zu erwartende stärkere Beben machen. Die moderne Wissenschaft misst heute die austretende Gaskonzentration, die Bodenverformung mit GPS Satelliten oder magnetische Veränderungen um eine Vulkaneruption und davon abgeleitet auch Erdbeben vorher zu sagen. Es gibt aber noch keine verlässliche Methode um etwa die Bebenstärke oder den Zeitpunkt zu bestimmen. Meist sind es vage Aussagen von mehreren Wochen, Monaten, Jahre oder gar Jahrzehnte. Hier gibt es noch großen Forschungsbedarf um das Ereignis enger einzugrenzen und dem Menschen eine rechtzeitige Fluchtmöglichkeit zu geben.

Seit der Antike weiß man, daß Tiere wie Pferde, Hunde, Ratten, Schlangen oder auch Ameisen bevorstehende Beben spüren, riechen oder erahnen können. Sie werden bereits Stunden zuvor nervös, bellen und ihr Verhalten ist völlig ungewöhnlich.
Einbildung, eine Bauernweisheit oder ist an dieser These doch etwas wahr. Das versucht man nun wissenschaftlich zu ergründen.

Erdbeben: Sind Tiere die besseren Seismografen?

Dazu habe ich einen interessanten Bericht gefunden den Sie einfach mal lesen sollten. Hier geht es zum PM-Magazin.

Es wäre es auch einmal interessant, direkt vor Ort - aus El Hierro nähere Beobachtungen mit Tieren zu erhalten. Als landwirtschaftliche Inseln haben wir Pferde, Kühe, Ziegen, Schafe und auch Ratten.

Als Besitzer eines Pferdes, Esel, Hund oder Katze fallen plötzliche Veränderungen am Tier sofort auf. Vielleicht teilen Sie mir das mit (Tag, Uhrzeit und Beobachtung), ich sammle diese Meldungen und werde mit einem Biologen zu gegebener Zeit diese Berichte auswerten.

Kommentare:

  1. Moin Manfred,

    nach langer Zeit mal wieder ein Kom von mir. Nicht nur große Tiere warnen vor Erdbeben:

    http://www.n-tv.de/wissen/Sagen-Ameisen-Erdbeben-voraus-article2714841.html

    http://www.uni-due.de/geologie/forschung/ameisen_erdbeben.shtml

    http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article11985845/Ameisen-koennen-drohende-Erdbeben-quasi-riechen.html



    http://www.veoh.com/watch/v18411642zrg3S9mw?h1=Wissen+und+entdecken+-+Koennen+Ameisen+vor+Erdbeben+warnen

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  2. Hallo Manfred

    "Als Besitzer eines Pferdes, Esel, Hund oder Katze fallen plötzliche Veränderungen am Tier sofort auf. Vielleicht teilen Sie mir das mit (Tag, Uhrzeit und Beobachtung), ich sammle diese Meldungen und werde mit einem Biologen zu gegebener Zeit diese Berichte auswerten. "

    Viel Glück bei der Anfrage, ist aber alles Normal wie vor ~6 Monaten. Da hatte ich das Thema Ameisen/Tiere schon angeregt mit der Hinterfrage "Haustiere".Da hattest Du ja direkt aufgefasst und den Ameisenartikel gebracht.


    Tenor damals:

    Hunde verpennen die Beben und Katzen reagieren mal kurzfristig. Also alles grün bei den Tieren auf El Hierro ;-).

    Aber mit Pferde bringst Du eine interessante Tierrasse ein. Pferde sind Fluchttiere und sollten da etwas feinfühliger sein. Den Esel und die Ziege weiß ich da gerade nicht einzuordnen.

    Aber Bienen wären auch interessant da sie aufs Erdmagnetfeld reagieren. Aufsteigende Magma verändert das Magnetfeld der Erde. Somit müsste das Navi der Bienen gestört werden.

    Das globale Magnetfeld spielt ja eh schon seit Jahren "Hein Blöd"

    Leider wurde da nicht auf meine Frage eingegangen.

    Übrigens als Ameise würd ich auch ohne Vulkan einen Fluchtweg von der Insel suchen, da eindeutig zu trocken.

    Ich bleib aber trotzdem dabei, El Hierro ist einer Beobachtung wert und nicht gefährlich. Ich plane weiter meinen Trip Anfang 2013.

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    1. Erdbeben verändern nicht das magnetfeld, sie frieren es so zu sagen ein. Wir befinden uns inmitten eines Polsprunges, seit ca. 300 Jahren wird das Erdmagnetfeld beobachtet, seit dieser Zeit (vielleicht auch schon früher aber keine Aufzeichnungen) wird es schwächer. Geologen haben herausgefunden, dass sich das Erdmagnetfeld um Südafrika schon umgekehrt hat und eine riesige Fläche nach norden zeigt, wo es eigentlich nach Süden zeigen soll. Ausserdem wird es schwächer, somit steigt die Chance in Deutschland auf Nordlichter und gewaltige Stromausfälle wie vor einigen Jahren in Alsaka und Kanada.

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